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Stadt Wassertrüdingen am Hesselberg  |  E-Mail: poststelle@wassertruedingen.de  |  Online: http://www.wassertruedingen.de

Vermächtnis des scheidenden Bürgermeisters Hugo Pelczers - ein Streiter für den ländlichen Raum verlässt die politische Bühne

"Große Politik" in München/Berlin dürfe ländlichen Raum nicht vernachlässigen
Hugo Pelczer links mit dem Bayerischen Innenminister Joachim Hermann
Hugo Pelczer links mit dem Bayerischen Innenminister Joachim Hermann

Am 30. April 2008 wird einer der vehementesten Streiter in Bayern für den ländlichen Raum, Wassertrüdingens Bürgermeister Hugo Pelczer, aus dem Amt scheiden. Aus gesundheitlichen Gründen hat er eine Wiederwahl ausgeschlossen. In einem „Vermächtnis zum Jahresende" appellierte Pelczer jetzt an die große Politik in München und Berlin, den ländlichen Raum nicht weiter zu schwächen.

 

Auch die Stadt Wassertrüdingen habe sich künftig Herausforderungen ganz neuer Qualität zu stellen, die mit der demographischen Entwicklung einhergingen. Alle Prognosen seien sich darin einig, daß die zentralen Gebiete Bayerns, vor allem die Ballungsräume, künftig weiter wachsen werden. Gleichzeitig werden Randbereiche - und damit die ländlichen Räume - weitere spürbare Bevölkerungsrückgänge zu verkraften haben. Hatte der Landkreis Ansbach im Jahre 2002 noch ein erhebliches Wachstum zu verzeichnen, müsse er heute Einwohnerverluste hinnehmen.

 

Und die Stadt Wassertrüdingen registriere den seit geraumer Zeit befürchteten Fall unter die 6000 Einwohnergrenze. In diesem Zusammenhang schließe er sich dem Appell des Bayerischen Gemeindetages an, dessen Präsident Dr. Uwe Brandl gesagt habe, man dürfe nicht tatenlos zusehen, daß es auf der einen Seite boomende Regionen gebe, und im großen Teil Bayerns die Lichter ausgehen.

 

Die unterschiedlichen Entwicklungen in Bayern hätten sich seit geraumer Zeit abgezeichnet und sie werden sich nach Auffassung Pelczers beschleunigen, so lange die notwendigen Weichenstellungen bundes- und landespolitisch unterbleiben. Den Auswirkungen der demografischen Entwicklung werde auch die Stadt Wassertrüdingen in der täglichen Arbeit Rechnung zu tragen haben. Dazu gehöre ein Überdenken der Siedlungspolitik. Immer weniger Kinder und ein zunehmender Seniorenanteil lassen es notwendig erscheinen, dem Ausbau und der Attraktivierung der Ortskerne künftig der Vorrang gegenüber einer extensiven Erschließung von Neubaugebieten einzuräumen.

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