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James B(l)ond zum Filmdreh in Geislheim - Geplatzte Hollywoodträume

Theaterabend des Kulturvereins Geilsheim

007, James B(l)ond, der berühmte „Geheimagent Ihrer Majestät“, fliegt mit dem Hubschrauber zum Filmdreh in Geilsheim ein – was wie ein Märchen klingt, wurde beim Theaterabend des Kulturvereins Geilsheim für einige Stunden Wirklichkeit. Bei der diesjährigen Theateraufführung blieb wieder einmal kein Auge trocken. Und wer hellhörig war, fand in dem Dreiakter „Das Fernsehteam von Geilsheim“ so manche Parallele zur Wirklichkeit gezogen. Die Mitglieder des Geilsheimer Heimatvereins, bieder geschürzt in fränkische Tracht und Lodenanzug, vermissen einen Nachbarn. Bösartig ist das Geschwätz, der dumpfe Geist des ländlichen Konservatismus prägt die Gespräche, und im Bierdunst redet man lieber übereinander als miteinander. Lediglich der ständig genervte italienische Oberkellner bringt etwas Flair der großen weiten Welt nach Geilsheim. Plötzlich sitzt ein fremder Mann im Biergarten, und nach neugierigen Blicken der Geilsheimer Dorftratschen über den Bierkrug hinweg erfährt man, daß es sich um einen Hollywood-Regisseur handelt, der für James B(l)ond einen Dreh vorbereitet. Geilsheim und der Turtelberg, vor allem aber die adretten Dorftratschen, faszinieren den Regisseur, und er hat die Idee in Geilsheim eine B(l)ond-Szene zu drehen. Und so wird James B(l)ond in Geilsheim eingeflogen. Zunächst wird mit ihm ein Werbespot gedreht, und träumen die Dorfpomeranzen zunächst noch von einer Hollywood-Karriere, merken sie erst zu spät daß sie in einer Toilettenpapierwerbung gelandet sind. Die kurze Szene für den Hollywoodfilm am Geilsheimer Dorfplatz, in der James B(l)ond einen als Nonne verkleideten Gangster stellt, endet im Chaos, und so flüchtet der genervte Geheimagent nach Mailand, während der Hollywood-Traum der Dortratschen damit endgültig geplatzt ist. Nach einigen Tränen freut man sich wieder an der gewohnten Geislheimer Biederkeit, und der Hauch der großen weiten Filmwelt in Geilsheim ist mit dem Hubschrauber wieder über den Turtelberg hinweg geflogen. Der italienische Kellner, der mitfliegen darf, hat noch eine Weisheit parat: „Es trinkt der Mensch, es säuft das Pferd, in Geilsheim ist dies umgekehrt.“ Alle Schauspieler des Dreiakters haben Bestnoten verdient für ihre Leistungen, das Geilsheimer Bauerntheater ist weiterhin in Höchstform. Die Nachwuchsschauspieler überzeugten zuvor im Einakter „Bella Italia“, in dem ein „Kleinkrimineller aus dem Schobdacher Untergrund“ sein Unwesen treibt, indem er Urlauber beraubt.


Landtagsabgeordneter und zweiter Bürgermeister Günther Babel besuchte die letzte Aufführung des Geilsheimer Kulturvereins und dankte den jungen Schauspielern mit einem kleinen Scheck für die hervorragende Leistung. Tosender Applaus des Publikums zeigte auf, daß beide Stücke beim Publikum sehr gut ankamen.

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